4.6. Der Weg zur transformation zum Objekt Gottes

Im folgenden Auszug aus einer Rede verbindet Sun Myung Moon einige wichtige Gesichtspunkte, die uns helfen, uns dem Begriff zu nähern.

Um spirituelle Erfahrungen zu haben, muss man zuerst beten. Du musst deinen Geist fokussieren. Wenn du kannst, solltest du zum Nullpunkt hinabsteigen.

Was ist der schnellste Weg, dies zu erreichen? Der schnellste Weg zum Nullpunkt ist, sich zu demütigen.

Deshalb konzentrieren sich Menschen, die Zen-Meditation praktizieren, auf die Frage: „Was ist der Geist?” Die Antwort ist sehr einfach. Da Gott das ewige, ideale Subjekt des Guten ist, kann der Geist jederzeit die Position eines unveränderlichen Objektpartners vor diesem Subjekt einnehmen. Dies wird in der Vereinigungskirche als der Geistiges Gemüt bezeichnet. Wenn du in einen mystischen Zustand im Gebet eintauchst und eine wechselseitige Beziehung mit Gott eingehst, dann erscheint transzendentale Kraft in dir. Es ist, als der Gautama Buddha das Nirwana erreichte und bemerkte: „Im Himmel und auf Erden bin nur ich der Ehrwürdige.”

Im Folgenden werde ich die verschiedenen Aussagen noch einmal einzeln im Detail betrachten.

Um spirituelle Erfahrungen zu haben, muss man zuerst beten. Du musst deinen Geist fokussieren. Wenn du kannst, solltest du zum Nullpunkt hinabsteigen.

Der Auszug beginnt mit der Frage, wie wir spirituelle Erfahrungen machen können. 

Welche Art von Erfahrung gemeint ist und zu welchem Zweck, wird erst im weiteren Verlauf deutlich. Der Weg dorthin ist das Gebet – den Geist zu fokussieren. 

Wir sollten, so weit es uns möglich ist, den Nullpunkt-Zustand anstreben.

Was ist der schnellste Weg, dies zu erreichen? Der schnellste Weg zum Nullpunkt ist, sich zu demütigen.

Der schnellste Weg ist, uns zu demütigen. Was damit genau gemeint ist, ist im Moment noch nicht klar.

Welche Bedeutung Demut auf dem spirituellen Weg hat und wie wir durch innere Reinigung auf dem Weg des Gebets demütig werden, wird in Teil 2 ausführlich beschrieben.

Hier sei nur kurz erwähnt, dass der Nullpunkt-Zustand ein Zustand vollkommener Leere und Offenheit für Gott ist – hier sind alles persönliche Denken, Fühlen und Wollen zur Ruhe gekommen, und wir können Gottes Gnade erfahren, die eine tiefe Transformation in uns bewirkt.

Deshalb konzentrieren sich Menschen, die Zen-Meditation praktizieren, auf die Frage: „Was ist der Geist?” 

Um sich in diesem Sinne zu ‚demütigen‘, praktizieren Menschen in der Zen-Meditation die Kontemplation über die Frage: „Was ist Geist?“

Die Antwort ist sehr einfach. Da Gott das ewige, ideale Subjekt des Guten ist, kann der Geist jederzeit die Position eines unveränderlichen Objektpartners vor diesem Subjekt einnehmen. Dies wird in der Vereinigungskirche als der Geistiges Gemüt bezeichnet.

Es geht hier nicht um eine intellektuelle Antwort, sondern um eine Erfahrung, zu der uns diese Kontemplation führt.

Wir werden unser geistiges Gemüt erfahren, was es uns ermöglicht, mit Gott, der reiner Geist ist, in direkte Beziehung zu treten.

Wenn du in einen mystischen Zustand im Gebet eintauchst und eine wechselseitige Beziehung mit Gott eingehst, dann erscheint transzendentale Kraft in dir.

In diesem Zustand wirkt eine transzendentale Kraft – christlich gesprochen empfangen wir eine verwandelnde Gnade, die uns zu Gottes Objekt erhebt.

Es ist, als der Gautama Buddha das Nirwana erreichte und bemerkte: „Im Himmel und auf Erden bin nur ich der Ehrwürdige.”

An dieser Stelle wird erneut die Brücke zu Buddhas Erfahrung geschlagen, als er den Zustand der Geist-Körper-Einheit erreichte.

Zusammenfassung

Der Nullpunkt-Zustand ist ein innerer Zustand, durch den wir zum Objekt Gottes werden können.

Anders ausgedrückt: 

Es ist der Zustand, den wir in uns selbst vorbereiten müssen, um Gott direkt in unserem Inneren erfahren zu können.

Um Gott in uns zu erfahren, müssen wir beten und nach innen gehen. In tiefer Meditation erreichen wir diesen Zustand, der dem Samadhi ähnelt – jenem Zustand, zu dem uns die Zen-Meditation führt.

Der Nullpunkt-Zustand ist ein Zustand vollkommener Leere und Offenheit für Gott – hier sind alles persönliche Denken, Fühlen und Wollen zur Ruhe gekommen. 

Damit haben wir die Voraussetzung geschaffen, um Gottes Gnade zu empfangen.

Diese bewirkt eine tiefgreifende innere Transformation, durch die wir zu Gottes Objekt werden.
 

© BLI - Thomas Schuh 2025