- Mystik ist keine Philosophie, keine Theologie und keine Ideologie.
- Mystik entspringt der Erfahrung und der Erleuchtung.
- Mystik ist eine empirische Wissenschaft über den inneren Weg zu Gott.
- Sie basiert auf den Erfahrungen und Erkenntnissen der Mystiker und Heiligen, gesammelt über Jahrtausende hinweg.
- Mystik eröffnet einen praktischen und konkreten Weg, uns innerlich weiterzuentwickeln.
- Sie ist die Kunst des Gebets.
- Sie ist der Weg, Zugang zu unserem geistigen Gemüt und Herzen zu finden.
- Sie ist der Pfad, unser wahres Selbst zu entdecken.
- Sie ist der Weg, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden.
- Sie ist der Weg zur Einheit von Geist und Körper.
- Mystik führt zur direkten Herrschaft Gottes.
Mystik und Theologie im Vergleich
Mystik ist keine Philosophie oder Ideologie, denn diese entstehen aus dem Denken.
Im Denken können wir alles konstruieren, auch ohne etwas zu beweisen. Auch Theologie ist keine Naturwissenschaft. Es gibt zahlreiche sich widersprechende Theologien. Jeder kann grundsätzlich glauben, was er will.
Theologie soll geistige Wahrheiten beschreiben.
Ihre Wurzeln liegen in den mystischen Erfahrungen von Religionsgründern – in Offenbarungen, Erleuchtungen oder direkten Erkenntnissen.
Aus diesen tiefen Erlebnissen wurden später theologische Systeme entwickelt, die in Lehren gefasst und weitergegeben wurden.
Da sich diese Erfahrungen jedoch nicht beliebig wiederholen oder direkt weitergeben lassen, sind theologische Aussagen oft auf Interpretation und Glauben angewiesen.
Mystik: Ein Weg zur direkten spirituellen Erfahrung
Mystik hingegen basiert auf eigener Erfahrung.
Sie geht davon aus, dass geistige Wahrheiten nicht nur überlieferbar, sondern durch bestimmte innere Voraussetzungen und Praktiken direkt erfahrbar sind.
Wer eine bestimmte Haltung einnimmt, sich öffnet, seine innere Einstellung kultiviert und Praktiken ausübt, macht konkrete Erfahrungen – unabhängig von Zeit, Kultur oder Religion. Es ist unerheblich, ob jemand diesen Weg vor Tausenden von Jahren oder heute geht, ob er Christ, Buddhist, Muslim oder Anhänger einer anderen Religion ist.
In diesem Sinne ist Mystik eine empirische Wissenschaft.
Wer es schafft, sich Gott nahe zu fühlen, kann erforschen, was diese Nähe verstärkt oder was sie wieder verschwinden lässt. Auf dieser Grundlage entsteht eine religiöse Ethik – aus der Erfahrung der Liebe Gottes.
In der Nähe zu Gott spüren wir, was Sünde ist und was Tugend bedeutet.